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Auf dem Weg ins Ärzteglück

Schon zu lange prägt die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen die deutsche Ärzteschaft.

PD. Dr. med. Christian Ottomann
01.03.2021
Ob zahllose Überstunden, ein überbordender Dokumentationsaufwand oder die mangelhafte technische Infrastruktur – es gibt genügend Gründe dafür, den Arztberuf nicht zu lieben. Ein junges Unternehmen will seinen Teil dazu beitragen, Ärzte glücklicher zu machen.


Niels C. Fleischhauer hat nichts weniger als ein ehrgeiziges Ziel: dem Unglück der deutschen Ärzteschaft ein Ende zu bereiten. Zu diesem Zweck hat er 2020 das Unternehmen Ärzteglück gegründet. Damit folgt er seiner Vision: “Ich glaube, dass es für jeden Arzt in Deutschland einen Platz gibt, wo er als Mediziner langfristig glücklich ist. Das kann eine Anstellung oder auch die Niederlassung sein.”


Um seine Vision wahr werden zu lassen, hat sich Herr Fleischhauer erfahrene Partner aus dem Bereich der Ärztevermittlung an seine Seite geholt: “Ich kooperiere mit den Personalvermittlern, die sich am stärksten für den Arzt – und nicht für den Arbeitgeber – einsetzen. Sie greifen meine Vision auf und finden für meine ärztlichen Klienten eine Stelle, welche diese langfristig glücklich macht.”

Corona als Katalysator

Herr Fleischhauer gründete Ärzteglück im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Krise. Diese sieht er als Katalysator für Entwicklungen, die den ärztlichen Arbeitsmarkt schon lange prägen. “Es geht immer noch tagtäglich durch alle Medien: Nie zuvor waren insbesondere Klinikärzte einem derartig großen Druck ausgesetzt wie während der Corona-Pandemie. Wir haben gesehen, wie Mediziner am Rande des Möglichen bis über die Grenzen der eigenen Erschöpfung hinausgehen.

Daher sehe ich die augenblickliche Krise als Weckruf in der deutschen Ärzteschaft und auch aufseiten der Kliniken. Viele Ärzte werden sich nach einem Arbeitsplatz mit besseren Arbeitsbedingungen umschauen. Kliniken werden gezwungen, das Wohl ihrer Mediziner stärker in den Mittelpunkt zu rücken.”

Als Sohn eines langjährigen leitenden Oberarztes und mittlerweile niedergelassenen Orthopäden hat Herr Fleischhauer die Herausforderungen beider Seiten gewissermaßen mit der Muttermilch aufgesogen: das anstrengende Angestelltendasein von Krankenhausärzten und die Herausforderungen eines Praxisinhabers. “Ich habe meinen Vater über Jahre nur morgens beim Frühstück und dann wieder beim Abendbrot gesehen. Selbst am Wochenende hatte er regelmäßig Dienste.

Er wirkte als Angestellter nicht glücklich auf mich. Wahrscheinlich waren diese Erfahrungen der Grund dafür, warum ich niemals Arzt werden wollte. Schließlich hat mein Vater jedoch in der Niederlassung sein Glück gefunden; und vielleicht war es genau dieser Wandel, der mich heute nicht mehr länger zusehen lässt, wenn sich Mediziner zur Arbeit quälen.”

Ärzteglück als langfristiges Projekt

Die Ärztevermittlung stellt für Herrn Fleischhauer nur den ersten Schritt dar. Er hat noch viel mit seinem Unternehmen vor: “Ärzteglück ist ein langfristig ausgelegtes Projekt. Es wird wachsen, wie auch ich mich weiterentwickele. Dabei steht alles unter dem Motto, Deutschlands Ärzte mit ihrem Beruf glücklich zu machen. So führe ich aktuell viele weitere Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern. Manch einer, der diese Zeilen liest, wird noch einen Anruf von mir erhalten.”

Mehr Infos unter:
www.aerzteglueck.de

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