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Ergebnisse der Umfrage zur Gebühreneinführung bei der Praxisbörse

Insertagebühr pro Praxisinserat versus Solidarsystem und Mitgliedschaft für alle Ärztestelleninserate

Landarztbörsen Team
01.03.2018
Mitte Januar führten wir eine Umfrage bei allen registrierten Usern der Landarztbörse bezüglich einer geplanten Einführung von Gebühren für die Nutzung der Praxisbörse durch. Wie in dem korrespondierendem Anschreiben zu Umfrage konstatiert, ist der Arbeitsaufwand mit dem notwendigen Service...

für Kollegen/innen ohne die Einführung von Gebühren nicht mehr suffizient zu bewältigen. Die Landarztbörse hat eine kritische Größe erreicht, indem sie nicht mehr ehrenamtlich nach Feierabend betreut werden kann. 

Zunächst bedanken wir uns bei allen Teilnehmern an der Umfrage, da diese anonymisiert durchgeführt wurde können wir uns leider icht persönlich via Email bei den teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen bedanken. Daher auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön für Euren Support!

Die Landarztbörse ist als eine Sebsthilfeplattform von niedergelassenen Ärzten für Ärzte konzipiert, da wir es satt hatten, dass bei einer Praxisübergabe oder professionellen Ärztestellen Vermittlung nicht wenige Arztbörsen und Makler (MLP, Apobank, Praxismakler, Niederlassungsberater usw.) in nicht unbeträchtlicher Höhe (meist als erfolgsabhängige Maklergebühr) die Hand aufhalten.

Insgesamt haben 327 Teilmnehmer von derzeit 3087 registrierten Usern an der Umfrage teilgenommen (10,6 %). Zu den einzelnen Ergebnissen:

Die Umfrage Ergebnisse im Einzelnen:

Die erste Frage nach dem Hintergrund der Teilnehmer ergab eine Verteilung von:

163 (49.8%): Praxisabgebern
49 (15.0%): Praxiskäufern
21 (6.4%): Arzt/Ärztin der/die eine Anstellung suchen
45 (13.8%): Arztpraxis mit Stellenangeboten
16 (4.9%): Praxismakler oder Niederlassungsberater
35 (10.7%): Andere (Apotheker, Ruheständler, Kommune u.a.)

Die zweite Frage sollte klären, ob die Nutrzer der Landarztbörse bereit sind, generell eine Gebühr für die Praxisbörse zu entrichten:

202 (63.9%): ja
114 (36.1%): nein

Die dritte Frage befasste sich damit,  wer von den Nutzern unserer Arztbörse eine Gebühr entrichten soll. Dabei entschieden sich:

229 (73.4%): Nur die Inserenten
83 (26.6%): Alle, die die Landarztbörse nutzen (also auch Kollegen/innen, die kein Inserat aufgegeben haben, sondern eine Praxis/Anstellung suchen)

Wenn die vorherige Frage mit "Nur die Inserenten" benatwortet wurde, führte dass abhängig zur nächsten Frage nach der bevorzugten Gebühr für ein Praxisinserat:

35 (13.3%): Monatliche Mitgliedsgebühr unabhängig der Inseratanzahl
228 (86.7%): Gebühr pro Inserat

Die fünfte Frage sollte eruieren, wie viel unsere ärztlichen Kollginnen und Kollegen für eine monatliche Nutzungsgebühr aufzuwenden bereit sind:

62 (20.5%): 5,- Euro incl. UmST pro Monat
44 (14.6%): 10,- Euro incl. UmST pro Monat
9 (3.0%): 15,- Euro incl. UmST pro Monat
12 (4.0%): 20,- Euro incl. UmST pro Monat
4 (1.3%): 25,- Euro incl. UmST pro Monat
3 (1.0%): Mehr als 25,- Euro incl. UmST pro Monat
156 (51.7%): Ich würde keine monatliche Gebühr bezahlen
12 (4.0%): Andere

In Frage sechs wurde anschließend untersucht, wie hoch die Gebühr für ein Inserat sein darf:

113 (37.4%): 99,- Euro incl. UmST pro Jahr
37 (12.3%): 149,- Euro incl. UmST pro Jahr
19 (6.3%): 199,- Euro incl. UmST pro Jahr
9 (3.0%): 249,- Euro incl. UmsST pro Jahr
4 (1.3%): Mehr als 249,- Euro incl. UmST pro Jahr
79 (26.2%): Ich würde keine Gebühr für ein Inserat bezahlen
41 (13.6%): Andere

Die siebte Frage bezog sich auf die gewünschte Kündigungsfrist bei einer Inseratgebühr:

205 (76.5%): Monatliche Kündigung
45 (16.8%): Alle drei Monate
10 (3.7%): Halbjährlich
8 (3.0%): Jährlich

Bei der Frage acht nach einer Alternative zu der vorgeschlagenen monatlichen Gebühr für alle versus inseratbasiertem Bezahlsystem resultierten zumTeil ganz hervorargende neue Apsekte, auf die wir transparent und dezidiert eingehen wollen:

Werbung auf der Landarztbörse

Auch wenn vielfach der Wunsch geäußert wurde, die Landarztbörse über Werbung zu finanzieren betrachten wir die Praxisbörse als unabhängig und damit werbungsfrei. Wir hassen zudem allein schon aus ästhetischen Gesichtspunkten Bannerwerbung und andere plakative Werbeformen auf einer Website.

Gebühr nur bei erfolgreichem Abschluß einer Praxisvermittlung oder Ärztestellen Vermittlung

Obgleich zahlreiche andere Praxisbörsen nach diesen Modell verfahren müsste dabei ein aufwendiges Vertragswerk vor Inserataufgabe abgeschlossen und zudem eine Exklusivität vereinbart werden, da sonst nicht nachprüfbar ist durch welche Praxisbörse die Arztpraxis vermittelt wurde. Das halten wir gegenüber unseren Kollegen/innen für unangebracht und  wir sehen uns auch nicht in der Rolle nachzuprüfen mittels welcher Praxisbörse Kollegen/innen erfolgreich waren.

Oftmals wurde auch die Anmerkung angebracht, die KV solle die Landarztbörse finanzieren

Obwohl die kassenärztlichen Vereinigungen als Köperschafte des öffentlichen Rechts einen Versorgungsauftrag haben, betrachtet uns die KV seit Gründung der Landarztbörse als Konkurrenz. Einige regionale KVen wie z.B. die KV Nordreihn haben gewinnorientierte GmbH ausgegliedert, die sie unseres Erachtens durch KV Gebühren in unzulässiger Wweise querfinanzieren; so werden KV Mitarbeiter und Räumlichkeiten für die ausgegliederte, kostenpflichtigen KV Praxisbörsen genutz.
Eine Unsterstützung seitens der KV ist auf keinen Fall zu erwarten.

Maklergebühren

Die Landarzbörse betrachtet sich als Solidargemeinschaft und Plattform von ärztlichen Kollegen für Kollegen, eine Maklergebühr von mehreren Prozent des Praxiserlöses zu erheben liegt uns fremd.

Gebühr bei Kontaktdatenübermittlung einer Chiffre Anzeige

Über diesen bemerkenswerten Kommentar haben wir sehr lange diskutiert. Dagegen spricht, dass es technich nicht realsierbar oder unangemessen aufwendig ist eine Usersystem zu programmieren, das erkennt wer für welche Chiffre Kontaktdaten bereits bezhalt hat und wer nicht - obgleich die Idee sehr charmant ist. In der letzten Frage zehn baten wir um Anregungen, wie die Landarztbörse verbessert werden kann. Hier haben wir viele fruchtbare Kommentare und sehr konstruktive Kritik erhalten, woraus wir folgendes umsetzen:

Die Landarztbörse gleicht zu sehr einer Immobilienbörse. "Zuviele Praxisinserate, die Praxisräume anbieten"

Wir haben eisher die Inserate mit einer Praxisraumvermietung für durchaus sinnvoll erachtet, insbesondere für Ärzte/innen, die eine Arztpraxis neu gründen wollen. Allerdings geben wir dem Einwand recht und planen daher eine separate zusätzliche Immobilienbörse für Ärzte.

Es kam vielfach die Kritik, dass die Inserataufgabe zu kompliziert wäre

Diese ist unserer Meinung nach nicht weiter zu vereinfachen. In Fällen in denen es wohl vorwiegend ältere Kollgen nicht schaffen, ein Praxisinserat oder Praxisfotos hochzuladen, bieten wir bereits jetzt den Service an, dass wir Kollegen/innen eine Excell-Tabelle mailen und den Content aus der Excell Tabelle in ein Praxisinserat übertragen.

Praxen, die als vermittel gekennzeichnet sind sollen aus dem System genommen werden

Wir akzeptieren den Einwand, benötigten bisher aber  die vermittelten Arztpraxen, damit die Gesamtanzahl der Inserate nicht reduziert wird. Je höher die Anzahl an Praxisinserate, umso größer die Attraktivität der Landarztbörse, umso höher wiederum die Anzahl neuer Inserate (Netzwerkeffekt). Die vermittelte Praxisinserate bauen wir peu a peu ab.

Zuviele Praxisfotos, die nicht aus der Arztpraxis stammen

Das ist ein sehr guter Kritikpunkt. Leider laden nur ca. 2/3 der inserierenden Ärzte Praxisfotos hoch. Wir werden aber strenger darauf achten, dass zu jedem Praxisinserat ein korrespondierendes Praxisfoto existiert.

Konklusion der Umfrage:

Aus der Umfrage konkludierend dürfen wir wie folgt Stellung nehmen. Wir sind der Meinung, dass die Attraktivität der Niederlassung in den folgenden Jahren sehr zunehmen wird. Wir erachten die aktuelle politische Diuskussion mit den geplanten Maßnahmen zur besseren ärztlichen Versorgung auf dem Land nur als ein Anfang in der Stärkung der niedergelassenen Ärzte. 

Insofern finden wir es ein wenig ungerecht, dass aufgrund des derzeitigen Praxisüberangebots nur die Kollegen/innen eine Gebühr für die Landarztbörse trichte sollen, die ein Praxisabgabe Inserat aufgeben wollen. Zudem sind wir der Meinung, dass wir uns kollegialiter eine Plattform schaffen sollten, auf der wir nicht ur sicher, unabhängig und transparent Arztpraxen unter uns abgeben und suchen, sondern auch untereinander Ärztestellen ausschreiben und besetzen können. Diesem Ziel dient die Landarztbörse.

Konkludierend  favorisieren wir derzeit eine monatliche Gebühr für 9,99 Euro inclusive Umsatzsteuer. Hinsichtlich einer so gewichtigen Entscheidung wie eine Praxisübernahme oder eine Ärztestellen Besetzung halten wir diese monatliche Unkostengebühr im Rahmen einer Mitgliedsgebühr für durchaus akzeptabel.

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