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Jungen Ärzten fehlt Unternehmergeist

Fallstricke bei der Praxisübernahme vermeiden

18.03.2021
Interview mit dem Gründer der Arztvörse durch das G+G Magazin für Gesundheit und Gesellschaft. Welche Dos and Don'ts sind bei einem Praxiskauf zu beachten? Warum herrscht ein eklatatnter Praxisnahcfolger Mangel auf dem Land?

Herr Dr. Ottomann, wie kam es zur Gründung der Landarztbörse im Internet?


Christian Ottomann: Ich war 15 Jahre in der Intensivmedizin tätig. In einem Sabbatjahr bin ich gefragt worden, ob ich als Schiffsarzt arbeiten möchte. Darauf habe ich mich eingelassen. Zuerst ging es in die Arktis und das war ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Zeitgleich prosperierte die Kreuzfahrt in Deutschland. Und dann habe ich gemerkt, dass es einen Bedarf an Schiffsärzten gibt und habe eine kleine Plattform für Freunde und Bekannte programmieren lassen. Im Jahr 2011 ist daraus die Schiffsarztbörse geworden. Später habe ich noch die Flugarztbörse ins Leben gerufen, weil ständig Ärzte zur weltweiten Begleitung von medizinischen Spezialtransporten gesucht werden. Im Laufe der Zeit bin ich dann immer wieder von Kollegen gefragt worden, ob ich nicht ihre Praxis in meinem Netzwerk anbieten kann. Da zeigte sich, dass es den Bedarf nach einer Plattform von Ärzten für Ärzte gibt, auf der Praxen vermittelt werden. 2015 gründete ich somit die Landarztbörse.

Was umfasst Ihre Plattform und wie hat sie sich im Laufe der Jahre entwickelt?

Ottomann: Wir haben angefangen mit Praxisverkauf und Praxissuche. Dies sind auch weiterhin die beiden Hauptstandbeine. Und dann haben wir irgendwann die Stellenangebote hinzugenommen, bei denen ein Arzt eine Unterstützung oder Praxisvertretung suchen kann. Inzwischen können auch Praxisimmobilien zum Kaufen oder Mieten beworben werden.

Was ist der Vorteil Ihrer Landarztbörse?

Ottomann: Wir Mediziner sind diese Praxisbörsen von Banken, Versicherungen und Niederlassungsberatern leid. Die machen nicht viel und nehmen zum Teil bis zu zehn Prozent des Praxiswertes als Marge oder als Gebühr. Auch die Praxisplattformen der Kassenärztlichen Vereinigungen erfüllen oft nicht die Erwartungen. Bei Layout und Bedienbarkeit befinden sie sich teils auf dem Stand von 1999.

Wie finanziert sich Ihr Portal?

Ottomann: Die Praxisbörse ist kostenlos für alle, die etwas suchen: eine Praxis oder eine Praxisvertretung etwa. Wer seine Praxis inserieren will, der muss eine geringe Mitgliedsgebühr von 9,99 Euro pro Monat zahlen. Die Mitgliedschaft ist monatlich kündbar. Es geht dabei um einen kollegialen Obolus. Weitere Kosten gibt es nicht. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass auch Makler bei uns inserieren dürfen. Dann fällt eine Maklercourtage an.

Lesen Sie das ganze Interview unter...

https://www.gg-digital.de/2021/03/jungen-aerzten-fehlt-unternehmergeist/index.html

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