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Praxisübernahme und Umwandlung in eine Privatpraxis

Die Abrechnung bei Privatpatienten erfolgt anhand der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

PD Dr. med. C. Ottomann
12.02.2015

Die Praxisbörse empfiehlt die Umwandlung in eine Privatpraxis, da der Arztberuf als Vertragsarzt kein freier Beruf mehr ist. Aber auch die Leistungen des privatärztlich tätigen Arztes sind geregelt. Die Leistungen, die ein Mediziner an einem privat versicherten Patienten durchführt, werden mittels der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Diese Gebührenordnung ist wie folgt aufgebaut.

  • §1 Anwendungsbereich
  • §2 Abweichende Vereinbarung
  • §3 Vergütungen
  • §4 Gebühren
  • §5a Bemessung der Gebühren für Leistungen des Gebührenverzeichnisses
  • §5b Bemessung der Gebühren in besonderen Fällen
  • §5c Bemessung der Gebühren bei Versicherten des Standardtarifes der privaten Krankenversicherung
  • §6 Gebühren für andere Leistungen 
  • §6a Gebühren bei stationärer Behandlung 
  • §8 Entschädigungen? Wegegeld
  • §9 Reiseentschädigung
  • §10 Ersatz von Auslagen
  • §11 Zahlung durch öffentliche Leistungsträger
  • §12 Fälligkeit und Abrechnung der Vergütung, Rechnung 

In §3 der Gebührenordnung sind die Vergütungen der einzelnen medizinischen Leistungen aufgezeigt. Den einzelnen Leistungen wird ein Punktwert zugeordnet. Dieser wird mit dem aktuellen Punktsatz, dieser liegt im Moment bei 5,82873 Cent, multipliziert und es entsteht der Eurobetrag, der dem Privatpatienten in Rechnung gestellt wird.

In diesem Fall handelt es sich um den einfachen zu zahlenden Gebührensatz. Der Arzt kann jedoch auch andere Gebührensätze abrechnen. Für persönliche ärztliche Leistungen zwischen dem einfachen und dem 2,3 fachen Satz, für medizinisch technische Leistungen zwischen dem einfachen und dem 1,8 fachen Satz, für Laboruntersuchungen zwischen dem einfachen und dem 1,15 fachen Satz. Im Gegensatz zu gesetzlich versicherten Patienten wird die Rechnung der erbrachten Leistungen direkt an den Privatpatienten ausgegeben. Dieser kann den zu zahlenden Rechnungsbetrag an seine private Krankenversicherung weitergeben.