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Zahlen und Daten zur Praxisübernahme

Jobsharing oder Praxiskauf? Mehr als 80% der Ärzte entscheiden sich eine Praxis zu kaufen.

PD Dr. med. Christian Ottomann
07.09.2015

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV wollte es genau wissen. In einer groß angelegten Befragung hat sie niedergelassene Ärzte telefonisch interviewen lassen. Dabei zeigte sich: Der Arztberuf ist nicht nur gesellschaftlich hoch angesehen, auch die Ärzte selbst sind mit ihrer Berufswahl zufrieden. Mehr als 90 Prozent aller niedergelassenen Ärzte sind nach dem Praxiskauf der Ansicht, dass ihre Arbeit nützlich und sinnvoll ist, und dass sie Spaß macht.

Die Zufriedenheit mit dem Arztberuf ist deutlich höher als im Bevölkerungsschnitt. Im Schnitt arbeiten Ärzte nach einer Praxisübernahme knapp 55 Stunden wöchentlich. Doch nur drei Viertel dieser Zeit widmen sie wirklich ausschließlich ihren Patienten, in Form von Sprechstunden, Hausbesuchen und Bereitschaftsdiensten.

Die restliche Arbeitszeit entfällt auf Verwaltungstätigkeiten, Fortbildungen und anderes. Die Bezahlung war ebenfalls ein Thema der Umfrage. Die gute Nachricht: Die Mehrheit der Befragten ist mit ihrer wirtschaftlichen Situation nach der Praxisübergabe zufrieden. Ganz gleich, ob Hausarzt oder Facharzt, mehr als die Hälfte der Befragten ist eher zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Diese Werte decken sich übrigens mit dem Bundesdurchschnitt aller Berufsgruppen.

Ärzte können sich nach einer Praxisabgabe mit einer Einzelpraxis niederlassen oder Mitglied eines Teams werden, in einer Berufsausübungsgemeinschaft BAG oder einem Medizinischen Versorgungszentrum MVZ.

Fast 60 Prozent der in Deutschland niedergelassenen Ärzte arbeiten in einer Einzelpraxis
Die restlichen Ärzte verteilen sich zu 82 Prozent auf Berufsausübungsgemeinschaften BAG und 18 Prozent auf MVZ. Im Schnitt arbeiten in einer BAG zwei bis drei Ärzte. Wenn man nach Einrichtungen geht, haben die Einzelpraxen bisher noch einen Anteil von fast 80 Prozent.

Nicht jeder Arzt möchte sich mit einer Arztpraxis Gründung selbstständig machen, für manche ist es auch attraktiv, die finanzielle Sicherheit einer Festanstellung zu genießen. Die Zahl der Anstellungen im Rahmen eines Ärzte Job-Sharing hat in den letzten Jahren merklich zugenommen. Von 2008 bis heute hat sie sich nahezu verdoppelt. Trotzdem ist die Mehrzahl der Ärzte, nämlich 92 Prozent, selbstständig tätig und die Mehrzhal der jungen Ärzte wird auch in Zukunft eine Praxis kaufen. Weiter Tipps und Tricks zur Verbesserung der ärztlichen Work-Life Balance auf unserer Arztbörsen Ärztefortbildung neue Medien.

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