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In eigener Sache - Umbau der Landarztbörse zur digitalen Plattform von Ärzten für Ärzte

Von der Solidargemeinschaft zum Mitgliedsbeitrag

PD Dr. med. Christian Ottomann
21.11.2018
Aufgrund negativer Erfahrungen bei der Praxissuche, verstaubten Praxisbörsen der KVen und überhöhten Provisionsforderungen der großen Praxisvermittler wie MLP, Apobank, Ärztefinanz u.a. bei einer erfolgreichen Praxisvermittlung haben wir als Ärzte im Jahr 2015 unsere eigene Praxisbörse gegründet. Gründungsziel war der Aufbau einer Solidargemeinschaft von Ärzten für Ärzte zur provisionsfreien Praxisabgabe und unabhängigen Ärztestellenvermittlung.


Gestartet den Praxisbörsenmarkt zu disruptieren, ist die Landarztbörse inzwischen die größte Praxisbörse für die ärztliche Niederlassung.

Deutlicher Gegenwind kam wider Erwarten nicht nur von den regionalen Kven und vom Hausärzteverband, sondern sogar vom Hartmannbund. Obwohl wir den Versorgungsauftrag der ärztlichen Versorgung auf dem Land stärken, fürchten die etablierten Institutionen wohl um ihre Pfründe.

Leider begreifen auch einige Kollegen uns nicht als Solidargemeinschaft, sondern eher als digitalen Selbstbedienungsladen, bei dem

- hochwertige Praxisinerate
- der innovativer Verdienstkalkulator für Praxissnachfolger
- der Praxiswertrechner für Praxisabgeber
- die Goolge Maps Funktionen zur Einschätzung der medizinischen Infrastruktur

und vieles mehr kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll.

So haben wir zunehmend mit Abmahnungen von ärztlichen Kollegen zu kämpfen, besonders wenn diese einen Rechtsanwalt in der Familie haben.

Nur Qualität setzt sich durch
Von Anfang haben waren wir der Meinung , dass sich die Landarztbörse nur durchsetzen kann, wenn Sie sich durch Qualität auszeichnet. Daher achten wir streng auf die Qualität der Praxis- und Ärztestelleninserate. Dabei gibt uns der Erfolg recht: Inzwischen sind wir zur größten Praxisbörse für die Niederlassung prosperiert. Je höher die Informationsdichte des einzelnen Inserates, umso höher die Anzahl der potentiellen Interessenten für eine Artpraxis oder ein Stellenangebot, was als sogenannter Netzwerkeffekt bezeichnet wird.

Hoher Informationsgehalt der Praxisinserate
Wir behalten uns daher auch in Zukunft vor, Inserate mit geringem Informationsgehalt oder fehlenden Fotos abzulehnen. Lieber wachsen wir langsam und mit Substanz als schnell durch nichtssagende Inserate. In die Landarztbörse haben wir viel Zeit und Herzblut investiert, ein bisschen Mühe bei der Inserateingabe dürfen wir daher - gerade im Sinne unsererärztlichen Solidargemeinschaft - auch von unseren Kolleginnen und Kollegen erwarten.

Inzwischen stoßen wir jedoch an unsere Grenzen
Mehr als 1500 Praxisinserate wollen gepflegt, neuer interessanter Content erstellt und zahlreiche Chiffre Anfragen zeitnah beantwortet werden. Dass das ohne bezahlte Mitarbeiter nicht mehr möglich ist haben wir bereits transparent in die ärztliche Gemeinschaft kommuniziert.

Darüber hinaus haben wir große Pläne 
Die Landarztbörse soll zukünftig eine allumfassende Online Plattform für alle ärztlichen Bereiche werden. Das heißt es werden Stellenanzeigen für die Klinik dazukommen, bisher beschränkt sich unser Ärztestellen Anzeigenmarkt nur auf die ärztliche Niederlassung. Zudem planen wir eine eigene Sparte für den täglichen Praxisbedarf einzuführen. Diese neue Sparte wird ein einfach zu vergleichendem Angebot für alles bieten, was in der ärztliche Praxis benötigt wird, von Versicherungen über Praxissoftware bis Verbrauchsmaterialien.

Ausbau zur digitalen Plattform für Ärzte
Dafür und um noch agiler zu werden, weiter qualitativ hochwertigen Content zu liefern und die Landarztbörse zur größten digitalen Plattform von Ärzten für Ärzte ausbauen zu können benötigen wir Liquidität. Dabei verlassen wir das charmante Modell der Solidargemeinschaft jedoch nicht. Kenneichen aller Solidargemeinschaften ist ein geringer Unkostenbeitrag, den alle Ärzte einzahlen. Nutzen der Beitragszahler ist es, dass wir als Ärzte dadurch weiter unsere eigene digitale Plattform generieren, unabhängig von Banken, Versicherungen, Praxismanagern und Praxiszulieferern. Auch bleibt die Landarztbörse weiterhin trotz verlockender Angebote Banner- und Werbungsfrei!

Geplante Expansion
Wir bitten daher um Verständnis, dass wir um weiter expandieren zu können ab dem 01.01.2019 erstmals eine kostepflichtige Mitgliedsgebühr für alle kontinuierlichen User der Landarztbörse einrichten. Wir haben uns nach langen und intensiven Diskussionen dafür entschieden, nicht nur Praxisabgeber und Ärztestellen Anbieter zu einer Beitragszahlung zu verpflichten, sondern geringe Kosten besser auf alle User zu verteilen. Praxisinhaber, die ihre Praxis derzeit nur schwer verkaufen oder Ärztestellen besetzen können sollen nicht den schwarzen Peter haben und alleine unsere Solidargemeinschaft finanzieren müssen.

Einführung des Solidarbeitrags in Form einer Mitgliedsgebühr
Denn wir sind der Meinung, dass auch bei der Praxis- und Ärztestellensuche hochwertige Praxisinserate einen Mehrwert darstellen, der nicht uneingeschränkt kostenlos zur Verfügung stehen muss. Ab dem ersten Januar 2019 führen wir daher ganz transparent eine Mitgliesgebühr von 9,99 Euro inklusive UmST ein. Diese Mitgliedsgebühr ist ganz fair monatlich kündbar ohne Abbofallen oder sonstige Zumutungen. Sinn der Landarztbörse ist und bleibt die Solidargemeinschaft von Ärzten für Ärzte.

PS: Gegenwind hat uns noch immer beflügelt. Wir freuen uns auf Kommentare aller Art und senden

Kollegiale Grüße

LANDARZTBÖRSE - Solidargemeinschaft von Ärzten für Ärzte

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